Mit moderner Technik natürliches Aussehen und kein Mimikverlust
Die modernen Techniken ermöglichen eine zielgerichtete Korrektur der Problemzonen und erreichen in geübter Hand sehr natürliche Ergebnisse. Der gefürchtete Mimikverlust und die verzogenen Mundwinkel sind heutzutage bei fachgerechter Durchführung kein Thema mehr. Wir kombinieren die modernsten Techniken um optimale Ergebnisse zu erzielen: SMAS-deep plane, MACS-midface, Korsett-Hals und seit dem Jahr 2019 die moderne Technik des Hämostasenetzes, damit werden Nachblutungen ausgeschlossen, man benötigt keine Drainagen mehr und einige Patienten gehen sogar am Op-Tag wieder nach Hause…

Alterungsprozess im Gesicht
Falten, Altersflecken, schlaffe Haut – bei den einen sind die Begleiterscheinungen sichtbarer, bei den anderen weniger. Faktoren wie Hitze und Kälte, Stress und ungesunde Ernährung, Medikamente, freie Radikale, Luftverschmutzung, Alkohol- und Nikotinkonsum aber auch zu viel Sonne können die natürliche Alterung der Haut beschleunigen. Bei kleinen Korrekturen ist auch die Eigenfetttransplantation bzw. die PRP Eigenbluttherapie im Gesicht eine wunderbare Ergänzung.
Volumenverlust im Gesicht
Im Alter erschlaffen die Gewebestrukturen, und das Gesicht sinkt durch den Einfluss der Schwerkraft nach unten. Weiters entstehen durch die Erschlaffung der Haut Falten, und schließlich nimmt im Alter auch das Unterhautfettgewebe ab, wodurch das Gesicht auch an Volumen verliert.

Falten im Gesicht zu beseitigen ist weniger wichtig als die Position abgesunkener Strukturen und das verlorene Volumen wiederherzustellen.
Die ästhetische Gesichtschirurgie muss auf diese drei Aspekte eingehen:
- Repositionierung der abgesunkenen Strukturen
- Beseitigung der Hautfalten
- Einbringen von Volumen in die abgeflachten Regionen
Aus plastisch-chirurgischer Sicht wird das Gesicht in vier Regionen unterteilt:
- Stirn
- Mittelgesicht
- Wangen
- Hals
Jede dieser vier Regionen kann ungleich altern und individuell gealtert aussehen. Wir alle wissen, wie unterschiedlich bei zwei Menschen gleichen Alters das Ausmaß der „Hamsterbacken“ ausfallen kann, ebenso können in ein- und demselben Gesicht sehr starke regionale Alterungsstufen erkennbar sein. So kann ein deutliches Doppelkinn vorliegen, währenddessen im Wangenbereich keine Falten zu sehen sind. Daraus geht hervor, wie wichtig die genaue Problemanalyse für die Planung eines Faceliftings ist.
Alle vier Gesichtsregionen müssen als eigene, getrennt zu korrigierende Teile des Gesichts angesehen werden, wobei es außerdem für jede von ihnen viele verschiedene, sich in der Effizienz und im operativen Umfang deutlich voneinander unterscheidende Korrektureingriffe gibt.
Die Korrektur des alternden Gesichts umfasst 4 Regionen
Die genaue Analyse der Problemzonen ist besonders wichtig um den Eingriff sinnvoll zu planen und um ein natürliches Ergebnis zu erzielen. Die Techniken des face lifts haben sich seit der Entdeckung des SMAS (1972) und der Entdeckung der Korsetttechnik (1990) eigentlich kaum geändert, sie werden von uns je nach Präferenz, Erfahrung und Ausgangslage nur unterschiedlich invasiv eingesetzt. Es bedarf großer Erfahrung, in den 4 Regionen des Gesichts das richtige Ausmaß an Korrektur anzuwenden um den richtigen Mix von erhaltener Natürlichkeit und gewünschter Verjüngung zu erzielen.
Stirn
Das Stirnlifting dient der Beseitigung von Stirnfalten und zur Anhebung der Augenbrauen, es ist eine effektive Methode zur Beseitigung des „finsteren“ Gesichtsausdrucks. Gerade die Position der Augenbrauen beeinflusst den Gesichtsausdruck maßgeblich.
Ein gelungenes Stirnlifting kann ähnlich viel bewirken wie ein gelungenes Wangen-Lifting. Die Höhe der Stirn ist bei der Wahl der Stirnlifting-Methode von ausschlaggebender Bedeutung.
Drei Methoden stehen zur Auswahl:
- coronares Stirnlifting
- prätrichiales Stirnlifting
- endoskopisches Stirnlifting
skizzen
Wenn Sie sich für ein Stirnlifting interessieren und eine niedrige Stirn haben, wäre das coronare Stirnlifting geeignet. Bei dieser Methode verläuft der Hautschnitt bogenförmig innerhalb der behaarten Kopfhaut. Neben der Beseitigung der Stirnfalten und der Anhebung der Augenbrauen führt dieser Eingriff zu einer Erhöhung der Stirn.
Sollten Sie eine hohe Stirn haben, wäre das prätrichiale Stirnlifting geeignet. Bei dieser Methode verläuft der Hautschnitt entlang der Stirn-Haargrenze. Neben der Beseitigung der Stirnfalten und der Anhebung der Augenbrauen führt dieser Eingriff zu einer niedrigeren Stirn.
Beim endoskopischen Stirnlifting wird kein Hautüberschuss entfernt, daher entstehen fast keine Narben, allerdings ist es deutlich weniger effizient als das coronare oder das prätrichiale Stirnlifting.
Mittelgesicht
Das Mittelgesichtslifting dient zur Korrektur der Region, die sich vom Unterrand der knöchernen Augenhöhle zum seitlichen Mundwinkel erstreckt. Dieser Bereich altert oft früher als die übrigen Gesichtsregionen. Durch den Volumenverlust und die Erschlaffung des Gewebes senkt sich das Mittelgesicht, und es kommt zu Bildung von Augenringen, zu einer Abflachung der Jochbeinregion und zur Betonung der Nasolabialfalten.
Das Mittelgesichtslifting hat daher drei Ziele:
- Korrektur der Augenringe
- Aufpolstern der abgeflachten inneren Jochbeinregion
- Korrektur der Nasolabialfalten
Es stehen drei Methoden zur Auswahl:
- subperiostales Midface-Lifting
- Midface-Lifting mit der MACS-Technik (Minimal Cranial Suspension)
- Midface-Lifting mit erweitertem SMAS-Lappen
Lassen Sie sich bitte von den Fachbegriffen nicht abschrecken. Die Wahl der Technik hängt von den anatomischen Voraussetzungen ab, also welche der drei Problemzonen (Augenringe, Jochbeinregion, Nasolabialfalten) im Vordergrund steht.
Sind die Augenringe stark ausgeprägt, muss vor allem die obere Gewebeschicht angehoben werden, was am besten mit der MACS-Technik gelingt. Gleichzeitig werden die Nasolabialfalten effektiv korrigiert, weil das SMAS, also Gewebeschicht gleich unter der Haut, angehoben wird.
Stört die abgeflachte Jochbeinregion, muss vor allem Volumen in diese Region eingebracht werden, dazu eignet sich die subperiostale Technik. Für die Korrektur der Nasolabialfalten ist diese Methode nicht so gut geeignet.
Die dritte Technik ist keine eigenständige Methode, sondern kann nur als Ergänzung eines Wangen-Liftings eingesetzt werden. Wenn neben einem abgesunkenen Mittelgesicht auch Hamsterbacken und Falten im Wangenbereich vorliegen, kann im Rahmen des Wangenliftings durch Erweiterung der dabei eingesetzten Technik (SMAS-Lappen) auch das Mittelgesicht mit korrigiert werden, sie ist aber nicht so effektiv wie die MACS – Technik
Wange
Das Wangen-Lifting wird von allen eingesetzten ästhetischen Operationen im Gesicht am häufigsten durchgeführt und weist die größte Bandbreite an verschiedenen Techniken auf.
Das Wangen-Lifting kann die Hamsterbacken korrigieren und eine seitlich abgeflachte Jochbeinregion aufpolstern, kaum aber die Nasolabialfalten und gar nicht die Augenringe und Tränensäcke korrigieren.
Der Klassiker unter den zur Verfügung stehenden Methoden ist das Wangenlifting mit dem SMAS-Lappen. Gleichzeitig ist dies auch die effektivste Technik, um Hamsterbacken und Falten nachhaltig zu korrigieren. Es handelt sich um ein zweischichtiges Verfahren, bei welchem man das SMAS strafft, die Wangenhaut sanft ausgestreift und nach Entfernung des Hautüberschusses spannungsfrei wieder anlegt. Dadurch wird der gefürchtete Mimikverlust vermieden. ACHTUNG: SMAS – Straffung ist nicht gleich SMAS – Straffung ! Das SMAS kann einfach nur gedoppelt werden, oder man löst es von der Jochbein/Wangenregion tatsächlich vom Untergrund ab und präpariert nach unten/innen in Richtung Nasolabialfalte: Nur so kann die optimale Effektivität dieser Technik ausgeschöpft werden, sie erfordert aber auch deutlich mehr Zeit und man muss die feinen Äste des Gesichtsnervs (n. facialis) unbedingt schonen. Das ‚deep-plane‘ face lift ist die aktuell anspruchsvollste Technik, sie erfordert Gedult und große Erfahrung, sie ist am effektivsten, aber das Gesicht ist auch länger geschwollen.
Neben dieser Methode gibt es eine ganze Bandbreite von Techniken, die weniger Aufwand erfordern, aber auch weitaus weniger effektiv sind. Dazu gehören sog. „moderne“ Methoden, die häufig in Zeitungen und Magazinen beworben werden und für sich den vermeintlichen Vorteil rascher Abheilung und geringer Rekonvaleszenzzeiten in Anspruch nehmen. Diese Art der Eingriffe ist höchstens bei relativ jungen PatientInnen geeignet, wo eigentlich nicht viel gemacht werden muss. Ein Mini-Lifting bei einem 60ig jährigen Patienten anzubieten, der altersübliche Problemzonen aufweist, ist nicht vertretbar und verantwortungslos.
Das Wangen-Lifting kann mit geringem Aufwand um ein begrenztes Hals-Lifting erweitert werden.
Hals
Die Straffung des Halses wird in den meisten Fällen mit einem Wangenlifting kombiniert, kann aber auch allein durchgeführt werden.
Es stehen drei Methoden zur Auswahl:
- Straffung des Halses durch alleinige Entfernung der Haut
- Straffung des Halses mit der SMAS-Technik
- Straffung des Halses mit der Korsett-Technik nach Feldmann
Das Hals-Lifting durch alleinige Hautentfernung hinter dem Ohr ist von geringer Effektivität und veraltet. Die Standard-Methode ist die seitwärts gerichtete Straffung des Plathysmas mit der SMAS-Technik. Das Plathysma ist der oberflächlich gelegene, paarige gerade Halsmuskel, der seitlich in das SMAS übergeht und dessen Erschlaffung die Bildung eines Doppelkinns bewirkt.
Die bei Weitem effektivste Methode ist die Korsett-Operation nach Feldmann, weil sie durch die Vereinigung der Platysmahälften eine neue, bandartige anatomische Struktur schafft, mit welcher der Hals nach innen und oben verlagert werden kann. Der Hals bildet in der Profilansicht also wieder einen rechten Winkel. Sehen Sie sich bitte die Bilder an, die Ergebnisse der Feldmannn-Technik sind teilweise überwältigend.
Skizze Feldmann Korsett